moderne Notengrafik mit Computer Notensatz

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden einfache Notenschreibmaschinen erfunden.
Sie waren aber nur für die Notation von einfachen Notensätzen geeignet.

Erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts, mit der fortschreitenden Entwicklung der Computertechnologie, suchte man nach geeigneten Softwarelösungen für den musikalischen Notensatz. Dies gestaltete sich aber nicht so einfach, da die Struktur eines Notentextes viel komplexer ist als die eines normalen Textes, auch gab es eigentlich keine verbindlichen Regeln für die Anordnung der Notenzeichen.
In Notensätzen, die noch handwerklich gestochen wurden, richtete man sich einfach nach ästhetischem Empfinden und nach überlieferten Erfahrungswerten. Daher konnte man eine Automatisierung des Notenschreibens zunächst nur schwierig realisieren.
Überlicherweise haben Musikverlage heutzutage eigene Standards für ihre Notengrafik, teilweise sogar eigene Zeichensätze, die nur den Verlagsnotensetzern zur Verfügung stehen.

Entwicklung moderner Computersoftware für Notensatz

Erst Anfang der 1990er Jahre brachte Apple Macintosh Neuerungen in der grafischen Vorstufentechnik und machte damit den modernen Musik – Notensatz möglich.
Es entwickelten sich „Finale“ von der Firma Klemm Music und „Sibelius“ von Avid als die weltweit professionellsten und umfangreichsten Software Produkte, als auch viele andere kleinere Notensatz – bzw. Notations – Programme für den semiprofessionellen Bereich.
Einige Sequenzer Programme wie „Cubase“ oder „Logic“ enthalten zwar Notensatz Funktionen, die aber professionellen Notengrafik Ansprüchen nicht genügen.

Der Notendruck erfolgt meistens auf Laserdruckern oder Offsetmaschinen.

Vorgehensweise mit einem Notensatz Computerprogramm – Entstehung von moderner Notengrafik

Zunächst definiert man die Anzahl und Art der Instrumente mit den dazugehörigen Notenschlüsseln und die Taktart. Möglicherweise auch einen Auftakt.
Noten- und Pausendauern werden mit dem Ziffernblock ausgewählt und mit der Tastatur können die entsprechenden Tonhöhen geschrieben werden. Das Einfügen der einzelnen Noten mit der Maus ist eher für das Anfangsstadium des computergestützten Notensatzes geeignet, da es relativ viel Zeit benötigt.
Die Notenhälse werden vom Programm selbst automatisch in die richtige Richtung dargestellt, ebenso werden Achtel- oder Sechzehntelnoten automatisch mit Querstrichen verbunden.

Während die Noteneingabe selbst relativ schnell geht, benötigt man für den Feinschliff mit Binde- und Haltebögen, extra Versetzungszeichen und Artikulationszeichen, als auch für das letztendliche Layout dann sehr viel mehr Zeit. In modernen Notengrafik Programmen ist auch die grafische Gestaltung von Sonderzeichen nach den Vorgaben der Komponisten möglich.

Eine direkte Eingabemöglichkeit gibt es über spezielle Eingabe-Keyboards oder Digitalpianos über eine Midi – Kabelverbindung. Hier sind dann aber noch weitere Korrekturen notwendig.

Die akustische Kontrollmöglichkeit hat der Notensetzer durch die Abspielmöglichkeit des geschriebenen Notentextes über die Soundkarte des Computers.

Der erfahrene Notensetzer ist in der Lage, den Notensatz allein mit der Computertastatur einzugeben. Dies ist die schnellste Möglichkeit, einen Notentext zu schreiben, erfordert aber einige Erfahrung und gute Beherrschung der Software.

Partitur Xpress arbeitet seit Jahren mit den beiden weltweit größten Notensatz Computerprogrammen Finale und Sibelius in der jeweils aktuellsten Version.
Die Eingabe des Notentextes erfolgt über die Tastatur.

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